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Natürliche Farben & Oele für Holz basieren auf natürlichem Harz und Leinöl - Sie sind atmungsaktiv und blättern nicht ab.

 

Die Vorteile natürlicher Öle und Farben für Holz im Überblick

Die Vorteile der Holzfarben und Holzöle aus Naturölen sind:

 

  • Positiver Einfluss geölten Holzes auf Raumklima und Luftfeuchtigkeit
  • Haltbarkeit und Langlebigkeit der Holzfarben & Holzöle
  • Gute Renovierbarkeit bzw. Restaurierbarkeit der Holzfarben und Holzöle
  • Natürliche Holzfarben & Holzöle sind biologisch abbaubar
  • umweltschonende Herstellung der Öle und Farben aus nachwachsenden Rohstoffen

 

Dank des äußerst angenehmen Klimas, das sie verbreiten, sind geölte Holzoberflächen das baubiologische Ideal schlechthin.

 

Hier wird gearbeitet

Ab hier wird gearbeitet.

Jedes Holzöl und jede Holzfarbe für einen Zweck

Die Unterscheidung zwischen Holzfarbe, Holzlasur und Holzöl ist nicht nicht so scharf, wie die Begriffe vermuten lassen:
Die Holzfarbe besteht genau so wie die Holzlasur und das Holzöl aus natürlichen Ölen, die alle aus den Grundstoffen Harz (weiterverarbeitet zu Kollophonium und Balsam-Terpentinöl) und Leinöl gewonnen werden.

Bei den Holzölen, transparenten Holzlasuren und deckenden Holzfarben kommen zusätzlich mineralische Pigmente hinzu, die in dem Öl gelöst sind und beim Aushärten in die feste Struktur der Öle eingebunden werden.

Die Zusammensetzung der einzelnen Komponenten bewirkt unterschiedliche Eigenschaften hinsichtlich Diffunsionsfähikeit (=Offenporigkeit, Atmungsaktivität), Härte der Oberfläche und Viskosität (wie dickflüssig oder dünnflüssig das Produkt ist).

Aus diesen Faktoren ergeben sich dann die unterschiedlichen Anwendungsbereiche.

Was passiert eigentlich beim Aushärten eines Holzöls?

Das Holzöl besteht aus kürzeren Molekülketten, die durch ein Lösungsmittel (z. B. Wasser oder Zitrusöl und Terpentinöl) auf Abstand voneinander gehalten werden.

Verdunstet das Lösungsmittel nach dem Auftrag, so kommen sich die langen Kohlenstoff-Ketten des Öls immer näher, bis sie sich berühren und dann miteinander verbinden. Verbinden bedeutet hier, dass die Öl-Ketten sich über-und untereinandern legen und aneinander kleben.

Vorsicht Allergiker:
Manche Menschen sind auf Zitrusaromen oder auf Terpene (die im Terpentinöl enthalten sind) allergisch. Testen Sie vorher, ob Sie das Produkt vertragen.
Alternativ gibt es von Kreidezeit und Auro die Produktreihen "Pure-Solid" (Kreidezeit) bzw. "PurSolid" (Auro), die lösungsmittelfrei sind. Lösungsmittelfreies Holzöl bzw. Holzfarbe bedeutet bei Kreidezeit, dass das Produkt weder Wasser noch andere Lösungsmittel enthält, sondern ausschließlich aus Ölen, Harzen und Wachsen zusammengesetzt ist.

Die Grundstoffe des Holzöls und der Holzfarben

Baumharz der Nadelbäume und Leinöl, zum Teil auch Bienenwachs, sind die Grundstoffe aller natürlichen Holzöle und Holzfarben von Kreidezeit.

Aus Baumharz wird Balsam-Terpentinöl und Kolophonium gewonnen.
Dafür wird der Rohstoff Baumharz erhitzt und destilliert. Der Teil, der durch die Destillation gewonnen wird, ist das Balsam-Terpentinöl. Es ist relativ schnell flüchtig und eignet sich als natürliches Lösungsmittel.
Die nicht flüchtigen Bestandteile des Harzes bleiben bei der Destillation zurück. Sie sind das Kolophonium. Kolophonium ist Harz, es verleiht dem Anstrich Härte.

Leinöl ist hat sehr kleine Moleküle und dringt sehr tief in die Holzfasern ein. Dadurch ist es möglich, dass das Öl, nachdem es aushärtet, in den Fasern haftet und dem Anstrich Dauerhaftigkeit verleiht.

Umgangssprachlich stellt man sich unter "Farben" eine ziemlich zähflüssige Flüssigkeit vor, die am Pinsel haftet und deckend aufgetragen werden kann.
Diese geringe Vilkosität (hohe Dickigkeit) wird bei den natürlichen Holzfarben von Kreidezeit durch lange Moleküle im Öl hervorgerufen.
Natürliche "Holzfarben" sind also Ölfarben mit sehr langen Molekülen.

Wichtig ist, dass die natürlichen Holzfarben nicht mit Hilfe von Harzen hergestellt werden, wodurch sie eine geringe aber wichtige Durchlässigkeit für Wasserdampf aufweisen.

Ölfarben können Sie sich anschaulich als miteinander verknotete Wollfäden vorstellen. Die Hohlräume zwischen diesen Fäden (=lange Ölmoleküle) sind groß genug, damit einzelne Wassermoleküle (H2O) durch sie hindurchwandern können.

Die langen Moleküle sind bei natürlichen Holzfarben im sog. Standöl enthalten. Standöl entsteht, wenn man Leinöl sehr lang ruhen lässt und den kurzen Molekülen Gelegenheit gibt, sich zu verbinden.
Im modernen Produktionsverfahren wird das Standöl durch Erhitzen in relativ kurzer Zeit aus dem Leinöl hergestellt.

Bei einer Farbe, die aus Wachsen besteht, ergibt sich ein anderes Bild: Die Wachse sind molekular größer als Öle, sie verbinden sich zu Plättchen und legen sich auf die Oberfläche.
Als anschauliches Bild fällt mir, wenn ich auf meinen Schreibtisch schaue, ; -) ein Boden ein, auf dem Papier ausgelegt ist. Die einzelnen Seiten verdecken den Fußboden vollständig und es kann kein Wasserdampf durch die Wachsplättchen hindurchgelangen.
Lacke, wie auch die bekannten angeblich kratzfesten Klarlacke, die als UV-gehärtete Superbeschichtung auf Holzböden verkauft werden, und solche Lacke, die sehr oft auf Holztischen aufgetragen werden, bestehen übrigens immer aus Harzen, seien es natürliche Harze oder Kunstharze, und sind vollkommen dicht für Wasserdampf.

Holzfarben bzw. Holz Ölfarben für außen

Wasser: Einschränkung der Durchlässigkeit für Wasserdampf im Außenbereich

Holzfarben und Holzöle, die auf ein Holz aufgetragen werden sollen, das der Witterung ausgesetzt ist, dürfen nur wenig Diffusion zulassen. Weshalb im Aussenbereich wenig Diffusion besser ist als gar keine Diffusion, werde ich unten erklären.

Bauteile aus Holz, die maßhaltig sein müssen, sollten durch Holzfarben und Holzöle vor großen Feuchtigkeitsschwankungen im Holz geschützt werden.
Würde sich das Holz in regnerischen Tagen mit Feuchtigkeit anreichern, so geschieht, was bei Holz, das feucht wird, immer geschieht: Es beginnt, sich auszudehnen. Ist dieser Effekt zu stark, würde das dazu führen, dass beispielsweise die Fenster und Türen nicht mehr passgenau schließen.

Ausreichend Wasserdicht sind die Standölfarben für Holz und die Holzlasuren von Kreidezeit für den Außenbereich. 

Hölzer, die mit eine Oberfläche zum Außenbereich des Hauses haben, haben immer auch eine Rückseite zum Innenbereich. Bei Fenstern und Türen hat die Rückseite direkten Kontakt mit der Innenraumluft.
Wäre nun die Innenseite diffusionsoffen behandelt, so würde die Holzinnenseite Feuchtigkeit aus der Raumluft aufnehmen und durch das Holz hindurch verteilen. Die Feuchtigkeit würde sich hinter der kälteren Außengrenze des Holzes zum Außenbereich ansammeln und sich dort, wegen der geringeren Diffusionsfähigkeit der Standölfarbe, ansammeln.

Kurz gesagt: von Innen kommt mehr Feuchtigkeit nach, als nach Außen abgegeben werden kann.

Aus diesem Grund müssen die Innenseiten der Holzbauteile genau so diffusionsdicht sein, wie die Außenseiten.
Wenn Sie im Innenbereich die Maserung des Holzes bei Fenstern und Türen sehen möchten, können Sie die Kreidezeit Holzlasuren für Außen benutzen. 
Diesen ist etwas Harz zugesetzt, das die Diffusionsfähigkeit herabsetzt. [noch mal nachfragen]

Wichtig: Sie müssen das Holz von innen genau so oft streichen wie von außen, damit das Holz auf beiden Seiten gleich diffusionsfähig ist!

Die Diffusionsfähigkeit des Holzes durch die Holzfarbe hindurch sollte auch im Außenbereich erhalten bleiben

Hundertprozentige Dichtigkeit gegen Wasser ist bei Holz-Baustoffen praktisch unmöglich:
An den Stellen, wo zwei Holzteile aneinander stoßen, werden sich immer mikroskopisch kleine Haarrisse bilden, da sich zwei verschiedene Holz-Bauteile bei Temperaturveränderungen unterschiedlich stark ausdehnen und zusammenziehen. Wenn zwei Holzteile aneinanderstoßen, die eine unterschiedliche Laufrichtung des Holzes haben, beispielsweise verläuft beim Fenster das Holz an den Seiten vertikal, an der Oberkante des Fensters und an der Unterkante des Fensters dagegen horizontal. Selbst wenn das Holz vom gleichen Baum stammt, liegt im einen Fall eine (geringere) Dehnung senkreicht zur Holzfaser vor (die Holzfaser wird dicker), im anderen Fall liegt eine Dehnung in Richtung der Holzfaser vor (die Holzfaser wird länger).
Diese Dehungen sind unterschiedlich stark und so entstehen Haarrisse in der Oberflächenbeschichtung des Holzes, also in der Holzfarbe oder in dem Holzlack.
Kunstfarben und Kunstlacke sind von Haus aus härter als Naturfarben und Naturöllasuren. Das heißt, sie können die Bewegung des Holzes nicht durch eigene Dehnung ausgleichen und reißen an der Kontaktstelle.

Durch diesen Riss dringt Wasser in kleinen Mengen ein.

Befindet sich das Wasser unter einer für Wasserdampf vollkommen undurchlässigen Kunst-HARZ-farbe oder einem Lack, so bilden sich unvermeidlich Bläschen und Risse, denn das Wasser entwickelt, wenn es sich erhitzt, (Sonneneinstrahlung, Jahreszeit) sehr hohe Drücke. Die Situation ist einem Druckkochtopf vergleichbar.

Besser ist die Situation bei natürlichen Holzfarben aus NaturÖLEN.

Diese sind wie beschrieben für Wasserdampf in kleinen Mengen durchlässig, so dass das Holz unter der Holzfarbe trocknen kann, indem Wasserdampf durch die Holzfarbe hindurch entweicht.

UV-Schutz durch Holzfarbe im Außenbereich

Farbe im Außenbereich muss vor der UV-Strahlung der Sonne geschützt werden, damit die chemischen Verbindungen der Kohlenstoff-Ketten nicht durch das energiereiche UV-Licht aufgebrochen werden.

Dieser UV-Schutz wird bei den Naturfarben von Kreidezeit durch mineralische Pigmente gewährleistet. Der Vorteil der mineralischen Pigmente besteht darin, dass diese nicht wie organische Pigmente herkömmlicher Farben durch UV-Licht zerstört werden können: Die Farbgebung bleibt bei Naturfarben mit mineralischen Pigmenten erhalten.

Der UV-Schutz ist zusätzlich für das Holz wichtig, das sich ansonsten durch die UV-Strahlung grau verfärben würde.
Holzlasuren, die die Holzmaserung durchscheinen lassen, sind für den Außenbereich möglich, allerdings nur als pigmentierte Holzlasur.

Holzöle und die Farbe des Holzes


 

Farblose Holzöle verwendet man, wenn das Holz seine eigenen Farbe so weit wie möglich behalten soll.

Allerdings erscheint geöltes Holz immer intensiver und dunkler als das unbehandelte Holz vor der Anwendung des Holzöls. Das liegt daran, dass die Oberfläche des unbehandelten Holzes viel rauher ist und das einfallende Licht von den mikroskopisch kleinen Holzfasern stark gebrochen und unregelmäßig reflektiert wird.
Aus dem gleichen Grund, weshalb unbehandeltes Holz hell erscheint, ist Salz weiß: Die kleinen Kristalle reflektieren das Licht. Ein großer Salzkristall ist durchsichtig.

Bei der Behandlung mit Öl wird das Holz geglättet. Das ist mit den Fingerkuppen spürbar, wenn sie geöltes Holz und unbehandeltes Holz miteinandern vergleichen. Wegen der Glättung durch das Holzöl erscheint das geölte Holz dunkler und in seiner Farbe intensiver, nämlich etwa in der Farbe, die frisches und damit nasses Holz hat, wenn der Baum gefällt wird.

Hinzu kommt, dass das frisch gereinigte und geölte Holz am Anfang einen leichten farblichen Unterschied zu dem Rest des Holzes hat, da Holz auf den UV-Anteil des Tageslichts reagiert und sich mit der Zeit etwas verfärbt. 
Da frisches Holz stärker reagiert als älteres Holz, das sich an der Oberfläche breits verändert hat, gleicht sich der Unterschied mit der Zeit an. Erfahrungsgemäß genügt dafür maximal ein Jahr.

Um diesen Farbunterschied zu vermeiden, kann in das Holzöl ein weißes Pigment hinzugegeben werden. Solches weißes Holzöl ist fertig gemischt erhältlich. Wenn Sie Ihr Holz mit dem weißen Holzöl behandeln, wird sich die Farbe kaum verändern. Der Weißgrad wird dadurch bestimmt, ob Sie das Holzöl einmal oder zweimal auftragen.

Holz kann darüber hinaus mit Pigmenten verschiedener Farbe geölt werden.
Die Firma Livos bietet für sein Kunos Naturöl Siegel Nr. 244, das auch für Holzböden verwendet wird, die folgenden Varianten:

  • Kunos Naturöl Siegel fablos
  • Kunos Naturöl Siegel weiß
  • Kunos Naturöl Siegel eiche
  • Kunos Naturöl Siegel mahagoni
  • Kunos Naturöl Siegel nußbaum
  • Kunos Naturöl Siegel eiche-antik
  • Kunos Naturöl Siegel tabak
  • Kunos Naturöl Siegel palisander
  • Kunos Naturöl Siegel gerauchte eiche
  • Kunos Naturöl Siegel walnuß

Diese Öle sind eine gute Möglichkeit, um günstiges Holz, z. B. Fichte oder Kiefer, das für Wohnungs-Möbel verwendet wird, in einem anderen Farbton erscheinen zu lassen.

Achten Sie beim Kauf darauf, dass das Holz dafür unbehandelt sein muss.
Natürliche Holzöle werden bei vielen Möbeln nicht angeboten. Oft gibt es bei standardmäßig lackierten Möbeln aber die Möglichkeit, sich für unbehandeltes Holz zu entscheiden. Dann können Sie das Holz nach Ihren persönlichen Vorlieben selbst mit koloriertem Naturöl behandeln.

Hier wird gebaut

Holzlasuren

Holzlasuren sind Holzöle mit zugesetzten Farbpigmenten.
So gesehen handelt es sich bei dem beschriebenen weißpigmentierten Holzöl ebenfalls um eine Lasur.

Holzlasuren sind für den Innen- und Außenbereich geeignet. Sie sind für den Innenbereich sowohl farblos als auch farbig, im Außenbereich nur farbig einsetzbar, da die Pigmente einen notwendigen UV-Schutz darstellen.

Lasuren bilden einen dünnen Oberflächenfilm, durch den die Holzmaserung als unverwechselbares Muster und natürlicher Dekoreffekt durchscheinen kann.

Durch die Behandlung des Holzes mit verschiedenfarbigen Ölen, unter Umständen auch in mehrern Arbeitsschritten können sehr schöne farbliche Wirkungen erreicht werden. Einige schöne Beispiele dafür gibt es an vielen Waldorfschulen.

Die Holzlasuren sind in verschiedenen Farben erhältlich. Sie sind dünnflüssig und härten transparent aus. Dabei werden die Farbpigment stabil ins Holzöl eingebunden. Der optische Effekt der Holzlasuren ist, dass die Holzmaserung weiterhin als natürliches Charakteristikum des Holzes sichtbar bleibt und das Holz gleichzeitig farbig erscheint.
Beachten Sie, dass das Holz vorher unbehandelt sein muss, damit sich das Öl und die darin gelösten Pigmente fest mit dem Untergrund verbinden können.

Holzfarben

Holzfarben sind dickflüssiger und enthalten eine höhere Konzentration an Pigmenten.
Wird Holz mit Holzfarbe gestrichen, so deckt die Holzfarbe das Holz als zusätzliche Schicht vollkommen ab und das Holz ist nicht mehr sichtbar. Holzfarben gibt es in verschiedenen Farbgebungen.
Für den Innenbereich und den Außenbereich gibt es verschiedenen Holzfarben. Die Holzfarben für außen sind im Vergleich zu den Holzfarben für innen stärker wasserabweisend.

Holzlacke

Unter Lacken versteht man schichtbildende Ölgemische, die beim Aushärten Transparent bleiben.
Lacke und Holzfarben für den Außenbereich schließen formstabile Bauelemente wie Türen und Fenster im Außenbereich wirksam gegen Feuchtigkeit ab.

Naturöle und Naturwachse für Holzfußböden

Gerade Holzböden haben wegen ihrer großen Fläche die Kapazität, Schwankungen der Raumluftklimas effektiv auszugleichen. Eine Behandlung mit Naturöl ist für Holzböden die uneingeschränkt beste Behandlung, da das natürliche Holzöl die Atmungsaktivität des Holzes erhält und gleichzeitig einen sehr stabilen Schutzfilm gegen mechanische Beanspruchungen auf der Holzoberfäche bildet.
Für Holzböden gibt es ein spezielles Hartöl.

Bei Holzböden, die extrem stark beansprucht werden, kann zusätzlich zu dem Holzöl ein Holzwachs aufgetragen werden.

Soll eine Holzoberfläche mit einem Naturwachs behandelt werden, wird sie zunächst geölt, wobei Naturöle als Grundierung dienen. Hierfür gibt es spezielles Natur-Hartöl. Besonders gut zu verarbeiten sind Bienenwachse, die als hochstrapazierbares Wachsfinish auf Fußböden aufgetragen und danach poliert werden.

Naturöle für die Möbelpflege

Bei Möbeln genügt es, bei der ersten Behandlung ein normales Holzöl zu verwenden, das in der Anwendung einfacher ist.
Für darauf folgende Pflege-Behandlungen sollte stärker verdünntes Holzöl verwendet werden, sog. Holz-Pflegeöl.

Als Bienenwachsbalsam dienen Bienenwachse der unkomplizierten Möbelpflege und verbreiten einen wunderbaren Duft nach ätherischen Ölen in der Wohnung.

Natürliche Holzfarben für den Außenbereich

Naturlacke sind wirksame Feuchtigkeitssperren für den Außenbereich.

Formstabile Gebäudeelemente wie Fensterrahmen und Türen aus Holz müssen von der Luftfeuchtigkeit abgeschirmt werden, da sich das Holz ausdeht, wenn es Wasser aus der Luft aufnimmt. Solche Holzoberflächen werden mit einem Naturlack klassisch versiegelt.
Naturlacke sind im Innen- und Außenbereich sogar für Metall, das vorher mit einen Anti-Rostschutzmittel behandelt wurde, sehr gut geeignet.

Die Vorteile natürlicher Holzfarben aus Holzöl im Detail

Der Zusammenhang von Holz, Holzöl und Raumklima

Luftfeuchtigkeit als Wohlfühlfaktor

Der Zusammenhang von Holz und Raumklima ergibt sich über das Wasser, bzw. den Wasserdampf, der sich in der Luft befindet.

Kurz gesagt genügen schon kleine Mengen an Wasser (ca. 200 Gramm pro Raum) aus, um ein angenehmes Raumklima in drückende Schwüle umschlagen zu lassen. (Beispielrechnung auf unserer Info-Seite Natürlich Wohlfühlen)
Im Umkehrschluss gilt auch, dass die Raumluft sehr schnell als zu trocken empfunden wird und sich Probleme bei den Atemwegen einstellen, wenn die Luftfeuchtigkeit absinkt.
Zu trockene Luft entsteht meistens, wenn im Winter beim notwendigen Lüften kalte Luft in den Raum gelangt, sich aufwärmt und dabei relativ zur Temperatur zu trocken wird. Dann nimmt die Luft so viel Wasser wie möglich auf.

Regulierung der Luftfeuchtigkeit mit Holz und Naturbaustoffen

Da ist es gut, Materialien im Raum zu haben, die bei hohen Werten der Luftfeuchtigkeit Wasserdampf aufnehmen  (etwas bei schwülwarmem Wetter oder wenn sich viele Personen in geschlossenen Räumen aufhalten) und bei trockener Luft Wasserdampf abgeben.
Solche atmungsaktiven Materialien sind offenporige Mineralien wie Kalk und Lehm (Naturfarben und Naturputze), Pflanzenfasern (ökologische Dämmstoffe zur Wärmedämmung und Sisal-Teppiche), Wolle (Naturteppiche) und Holz (Fenster, Türen, Holzboden).

Holz reagiert naturgemäß sehr stark auf die Luftfeuchtigkeit - hat doch das Holz mit seinen sehr feinen Kapillaren aus Zellulose einen großen Anteil daran, das Wasser von der Wurzel des Baumes bis in luftige Höhen zu transportieren.
Die Luftfeuchtigkeit regulieren kann Holz allerdings nur dann, wenn das Holz Kontakt zur Luft hat und nicht durch Lacke oder Kunstfarben absolut luftdicht versiegelt ist.
Bei einem Raum der Abmessungen 4m x 5m gehen bei lackiertem Parkett ganze 20 Quadratmeter Holzoberfläche für das Wohlfühlklima verloren!

Holzfarben und Holzöle, die selbst für Wasserdampf durchlässig sind, isolieren das Holz im Unterschied zu Kunst-Dispersionslacken und Kunstdispersionsfarben nicht von der Luft und erlauben, dass das behandelte Holz weiterhin seine wertvolle Funktion für die Regulierung der Luftfeuchtigkeit wahrnimmt.
Das ist auch ohne chemische Details plausibel wenn man bedenkt, dass an allen Lebensprozessen der Pflanzen und Bäume Wasser beteiligt ist.

Deswegen sollte Holz im Innenbereich immer mit Öl behandelt werden und nie mit Lack, denn Lack versiegelt das Holz vollständig gegen Wasser in flüssigem und dampfförmigem Aggregatzustand.

Trotzdem schützt Naturöl das Holz vor flüssigem Wasser, denn Naturöle sind nur für Wasserdampf, nicht aber für flüssiges Wasser, durchlässig. 
Verschüttete Getränke sind für Holz, das mit Holzöl behandelt wurde, kein Problem.

Holzöle: Erfahrbarkeit des Holzes

Ökologisch denkende Menschen sind zum großen Teil davon überzeugt, dass das Wohlbefinden in einem Raum durch einen Holzboden, der auch als Holzboden erfahrbar ist, gefördert wird.
Der Unterschied zwischen einem mit natürlichem Holzöl behandelten Holzmöbel oder Holzboden und einem Holzboden oder Holzmöbel, das mit Kunstharz lackiert ist, besteht darin, dass Sie im ersten Fall das Holz sehen und fühlen können. Im zweiten Fall sehen Sie das Holz nur durch eine durchsichtige Hartlackschicht hindurch. Wenn Sie lackiertes Holz mit den Händen berühren oder auf lackiertem Holzboden gehen, spüren Sie ausschließlich den Lack, so wie wenn Sie eine Glasschicht anfassen würden.  

Das ist ein unnötiger sensorischer Verlust, da geöltes Holz nicht viel teurer ist, besser und viel preiswerter renoviert werden kann und sehr wertvoll für die Regulierung der Luftfeuchtigkeit im Raum ist.

Das Holz im Boden fühlen Sie nur, wenn der Boden geölt ist. Denn dann entsteht keine zusätzliche Schicht über dem Holz, sondern die Holzfaser wird mit dem Öl getränkt. Geöltes Holz fühlt sich deswegen noch an, wie Holz.

Wie schon erwähnt ist Holzöl eine Sperre für flüssiges Wasser. Beim Reinigen ist aber trotz des wasserabweisenden Holzöls zu beachten, dass Sie den Boden nur leicht feucht wischen: Es gibt immer Verbindungsstellen zwischen den einzelnen Elementen des Parketts oder der Dielen, durch die das Wasser unter den Holzboden fließen und auf die Dauer den Holzboden von unten zerstören würde!
Ein umgestürztes Glas Wasser, das unverzüglich aufgewischt wird, ist aber kein Problem. Schließlich können kleine Mengen an Wasser nach und nach durch die geölte Oberfläche des Holzes wieder aus dem Holz heraus in die Raumluft gelangen.

Kratzfeste Kunstlacke?

Die sog. Kratzfestigkeit der Kunstlacke wird oft als Argument gehandelt, diese in stark beanspruchten Bereichen wie Türschwellen oder in Verkaufsräumen, Büros etc. einzusetzen.
Leider gibt es kein kratzfestes Material außer Diamant und schon ein festgeklemmtes Steinchen in der Schuhsohle hinterlässt unweigerlich Kratzer auf dem Boden. Obwohl sie härter sind als Naturlacke bekommt die Oberfläche der sog. kratzfesten Kunstlacke mit der Zeit durch mechanische Einwirkung kleine Kratzer, die weißlich schimmern und in die sich kleine Schmutzpartikel als sichtbarer grauer Belag einsetzen können.

Gute Renovierungseigenschaften der natürlichen Holzöle, Holz-Lasuren und Wachse

Holzlacke sind sehr hart und bieten am Anfang einen etwas besseren Schutz des Holzes vor mechanischen Beschädigungen und Kratzern, als Holzöl.
Auf lange Sicht überwiegen im Vergleich zu Naturölen bei den Holzlacken wegen des viel größeren Renovierungsaufwands der Holzlacke aber die Nachteile, denn ist der Lack erst einmal zerkratzt, wird er unansehnlich und ist nur durch komplettes Abschleifen des Lacks zu reparieren. Komplettes Abschleifen bedeutet tatsächlich, dass der Lack im gesamten Raum, nicht nur an der beschädigten Stelle, abgeschliffen wird. Andernfalls würde man den Übergang zwischen der neu behandelten Stelle und der Umgebung deutlich sehen.
Das Abschleifen des Lackes auf renovierungsbedürftigen Holzböden ist aber gerade wegen der angepriesenen Härte des Lacks sehr aufwändig und erfordert einen großen Materialaufwand an Schleifmitteln und an Arbeitszeit.

Der Einsatz von natürlichem Holzöl hat dem gegenüber den Vorteil, dass der Boden leicht wieder aufgearbeitet werden kann. 

Geölte Holzböden lassen sich ökonomisch renovieren, ohne dass das Öl vollständig entfernt werden muss, da sich das alte und das neue Fußbodenöl hervorragend miteinander verbinden. Danach werden die geölten Holzböden mit frischem Holzbodenöl eingeölt und poliert.

Die kleine Renovierung des Holzbodens im Hausgebrauch

Bei kleineren Beschädigungen des Holzes, etwa im Eingangsbereich, genügt es oft, das Holz mit einer speziellen Holzbodenseife zu schrubben, um die grauen Verunreinigungen zu entfernen. Danach mit einem Lappen das Holzbodenöl sparsam einreiben.
So werden kleine Schadstellen leicht von Hand behoben, ohne einen professionellen Handwerker engagieren zu müssen.

Die Komplettrenovierung gealterten Parketts

Bei größeren Renovierungsarbeiten, z. B. wenn das Holz im Raum nach vielen Jahren insgesamt an Frische verloren hat, lässt man den Holzboden von einem Fachmann abschleifen.
Das Abschleifen des Holzbodens sollte unbedingt von einem Fachmann (m/w) vorgenommen werden, da er/sie in der Lage ist, das Holz sehr gleichmäßig abzutragen. Verweilt der Schleifteller der Schleifmaschine zu lang an einer Stelle des Bodens, wird eine Vertiefung hineingeschliffen, die nur dann wieder ausgeglichen werden kann, wenn die gesamte Umgebung auch erniedrigt wird.

jedem Abschleifen wird ca. 0,5mm Holz abgetragen. Das heißt, dass die Ölschicht, die sich über dem Boden als Schutzschicht befand, mit dem Holz abgetragen wird. Das Holzöl, das tiefer in die Poren eingedrungen ist, bleibt im Holz und verbindet sich beim Ölen mit dem frisch aufgetragenen Holzöl.

Um Ihr Parkett mehrmals abschleifen und ölen zu können, sollten Sie beim Kauf von Parkett darauf achten, dass das Parkett eine Nutzschicht von mindestens 3,5mm Dicke hat. Bei 2mm dicker Nutzfläche kann das Parkett nur ein einziges Mal abgeschliffen werden, bei einer Nutzschicht von 3,5mm kann der Holzboden vier mal durch Schleifen und Ölen renoviert werden.

Lange Haltbarkeit der natürlichen Holzöle: Tiefenhaftung und Diffusionsfähigkeit gegen Abblättern

Die natürlichen Öle und Harze stammen aus Pflanzen, lebende Organismein, in denen sie in Wasser gelöst waren und zirkulieren konnten.
Sie sind so klein, dass sie bei einer Behandlung des Holzes mit Holzöl bis zu 4 cm tief in die Kapillaren des Holzes eindringen. Erst danach setzt die Polymerisierung der Öle ein, d. h. die kleinen Einzelmoleküle verbinden sich zu sehr großen Makro-Molekülen.

Die Makromoleküle, die bei der Polymerisation eines natürlichen Holzöls entstehen, stecken wegen ihrer Größe anschaulich gesprochen in den Kapillar-Röhrchen des Holzes fest und sind miteinander wie verknotete Wollknäule bis in die oberste Schicht, die sich als dünner Film auf der Holzoberfläche befindet, miteinander verbunden.

Die Polymerisation nach dem Auftrag des natürlichen Holzöls ist ein großer Vorteil gegenüber den Holzölen aus Kunstharzen, die aus dem Rohstoff Erdöl chemisch hergestellt werden und bereits vor der Verarbeitung am Holz als Makromoleküle vorliegen.
Diese Makromoleküle eines Holzöls aus Kunstharzen können nicht in das Holz eindringen, das sie viel größer als die Holzkapillaren sind, und liegen nur an der Oberfläche. Dort haften sie durch sog. Adhäsion - das Prinzip eines Tesa-Streifens.

Holzfarben aus Kunstharzen und Kunstharz-Lacke haben keine Tiefenhaftung und neigen dazu, nach einiger Zeit abzuplatzen.
Wer schon einmal einen Holzstuhl, der mit Kunstharzen behandelt war, längere Zeit im Freien stehen gelassen hat, beispielsweise in den Sommermonaten im Garten, der weiß, wie sich die Kunstharzschicht unter dem Einfluss von Feuchtigkeit abschält.
Das Phänomen der abplatzenden Holzfarbe aus Kunstöl ist leider immer wieder an Garagentoren aus Holz zu beobachten, die der Witterung ausgesetzt sind.

Holz dehnt sich bei Temperaturschwankungen immer etwas aus oder zieht sich zusammen. Bei diesem Vorgang bekommen die starren Kunstharz-Lacke und Kunstharz-Holzfarben Haarrisse, durch die Feuchtigkeit eindringt. Unter dem undurchlässigen Kunstharz entwickelt das Holz einen hohen Dampfdruck und sprengt die Kunstharze, die ohnehin nur auf der Oberfläche des Holzes haften, ab: Die Risse werden größer und der Vorgang beschleunigt sich.

Die natürlichen Holzfarben für den Außenbereich haben die Eigenschaft, auch nach dem Aushärten leicht elastisch zu bleiben weil die einzelnen Moleküle besser miteinander verhakt sind. So können sie sich mit dem Holz bewegen und der Bildung von Haarrissen wird vorgebeugt. 

Lange Haltbarkeit der natürlichen Holzöle: Diffusionsfähigkeit der Holzöle gegen Abblättern

Ganz verhindern lassen sich Haarrisse bei Naturfarben dennoch nicht.
Es gibt aber einen wesentlichen Unterschied:
Wie schon erwähnt ist eine Holzfarbe aus Naturölen diffusionsoffen: Wasser, das auch bei Naturholzfarben unvermeidlich ins Holz eindringt, etwas an Fugen, bei denen zwei Holzelemente aneinanderstoßen, kann als Gas bzw. Wasserdampf von innen durch die Holzfarbe wieder nach außen gelangen.

Das Holz unter der Holzfarbe kann bei Naturholzfarben langsam trocknen!


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