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Headline MarkierungÖkologische Korkböden

Alles rund um Kork und Korkböden

Korkboden hat eine sehr gute Wärmedämmung

Kork fühlt sich warm an: Kind barfuß auf Korkboden

Der Korkboden fühlt sich stets angenehm warm an.
Der Grund dafür besteht darin, dass der Korkboden nach kurzer Zeit die Temperatur z. B. des Fußes, der auf dem Kork steht, annimmt, ohne dem Fuß viel Wärme zu entziehen.

Ob sich ein Boden warm oder kalt anfühlt, hängt von der Wärmeleitfähigkeit des Untergrundes ab:
Ein Boden mit hoher Wärmeleitfähigkeit nimmt die Wärme eines warmen Gegenstandes auf und verteilt diese in die Fläche.
Diese Wärmeenergie fehlt dann dem wärmeren Gegenstand, er wird kühler.
Sollten Sie daheim gerne barfuß laufen oder direkt auf dem Boden liegen, etwa zum Lesen oder zum Heimsport, führt ein Untergrund mit hoher Wärmeleitfähigkeit also zur Abkühlung des Körpers am Boden.

Der Korkboden in vielen verschiedenen Designvarianten

Korkboden: Musterauswahl, verschiedene Korkböden

Furnierter Korkboden

Kork-Furnier wird vorsichtig mit einem Messer abgelöstDie große Auswahl an verschiedenen Kork-Designs und den schönen Kork-Oberflächen wird durch sog. Furnierkork erreicht.

Furnierkork bedeutet, dass auf dem Kork-Corpus eine ca. 1mm dünne Korkschicht, die das herausragende Kork-Muster trägt, verklebt ist.
Der Nachteil des Furnierkorks liegt darin, dass dieser wegen der geringen Stärke des Korkfurniers nicht abgeschliffen werden kann, um den Korkboden bei Beschädigung wieder instand zu setzen.

Dennoch kann ein Korkboden, der regelmäßig mit Öl gepflegt wird, eine sehr lange Lebensdauer haben.

Für Bereiche, die stark beansprucht sind und in denen Kratzer im Boden zu erwarten sind, etwas im Flur oder im Windfang Ihrer Wohnung, eignet sich Furnierkork nur eingeschränkt.

Massiver Kork ohne Korkfurnier ist hier wegen der Möglichkeit, den Kork abschleifen zu lassen, unbedenklicher.

Kork-Fertigparkett HDF Trägerschicht

Klicken Sie auf das Bild (oben), damit es sich vergrößert:
Wie Sie jetzt sehen können, setzten sich die braunen Dekorstreifen nicht nach unten in das Material fort. Daran erkennen Sie, dass es sich um eine aufgesetzte Dekorschicht handelt.

Klebekork: Vollmassive Korkplatten

Die Korkplatte & Kork-Corpus für FurnierkorkZu 100% aus Kork bestehen die Klebekork-Korkplatten, auch Korkfliesen genannt. Die Korkplatten sind ca. 5mm dick und haben die Abmessung 30cm x 60cm.
Für die Verlegung des Korkbodens werden die Korkplatten auf dem Boden verklebt.

Danach müssen die Korkplatten noch angeschliffen werden. Die Oberfläche wird als letztes wahlweise geölt oder lackiert.

Zur Verklebung des Korks verwenden wird lösemittelfreien und weichmacherfreien Kork- und Linoleumkleber der Firma AGLAIA oder Livos.
Es handelt sich dabei um einen hochviskosen Naturharzkleber für unbehandelte Korkwerkstoffe und Linoleum auf allen verlegereifen Untergründen.

Lackierter Korkboden und geölter Korkboden

Furniertes Korkboden Fertigparkett ist werkseitig fast immer lackiert, damit das Furnier geschützt ist.  (Zum Beispiel KWG Natural Shield, ein warmluftgetrocknetes Wasser-Lack-System)
Durch den Lack geht die Diffusionsfähigkeit des Korkbodens leider verloren.
Es gibt aber einzelne Modelle bei Kork Fertigparkett, die eine geölte Oberfläche haben.

Korkplatten zum Verkleben bestehen werden immer roh geliefert und auf dem Untergrund verklebt: Das gilt für furnierte Korkplatten und für vollmassive Korkplatten, bei denen die Dekoroptik vollständig durch die gesamte Platte fortgesetzt wird.

Vollmassiver Klebekork besteht durch und durch aus einem Material: Kork.
Es ist zur Renovierung mehrfach abschleifbar, kann problemlos geölt werden und hat hervorragende Diffusionseigenschaften, durch die es zur Regulierung der Luftfeuchtigkeit in Ihren Räumen beiträgt.
Vollmassiven Kork gibt jedoch nur in vergleichbar wenigen Designs.

Kork-Fertigparkett

Korkparkett FarbvariantenKork-Fertigparkett nach dem Prinzip des Holz-Fertigparketts schwimmend verlegt werden. Das wird durch Klick-System möglich.
Dieses Klick-System arretiert die einzelnen Kork-Dielen ineinander und gibt eine passgenaue Zusammenfügung der Korkdielen vor.

Kork-Fertigparkett besteht aus vier Schichten:

  • untere Schicht: Rutschschutz aus Kork
  • mittlere Schicht: die harte Trägerschicht, meistens aus HDF-Platten (Hochverdichteten Holzfaserplatten)
  • obere Schicht: die Nutzschicht oder Deckschicht aus Kork
  • Schutzschicht: die Lackierung (nicht atmungsaktiv/ nicht diffunsionsoffen) oder das Öl-Finish (atmungaktiv/ diffusionsoffen).

Die Nutzschicht oder Deckschicht bei Kork-Fertigparkett besteht aus Kork und ist identisch mit den oben beschriebenen massiven Korkplatten und ist meistens ebenfalls 5mm dick.

Die Trägerschicht bei Kork-Fertigparkett besteht wie bei Laminat aus sog. Hochverdichteten Holz-Faser Platten (HDF), siehe Bilder unten.

Korkboden in Zahlen

Kork in Zahlen: Der Korkboden hat die Wärmeleitfähigkeit von Lambda = 0,045 - 0,05 W/mK.
(Quelle: Betrieblicher Umweltschutz, Korkplatten)
Kork im Vergleich mit anderen Baustoffen: Stahl, der sich immer kalt anfühlt, hat die Wärmeleitfähigkeit von 38 bis 48, Beton: 2.1, Marmor: 2.8, Glas: 0.76, PVC: 0.17, Polystyrol (z. B. Styropor): 0.17, Holz: 0.09 bis 0.19, MIneralwolle (Wärmedämmung): 0,032…0,050, Kork: 0.035 bis 0.046.
(Quelle: Wikipedia Wärmeleitfähigkeit)

Formaldehyd in Kork-Fertigparkett

Das Kork-Logo von CortexHDF-Platten (bei Kork-Fertigparkett die Trägerplatte) werden mit formaldehydhaltigen Klebstoff hergestellt, die Abgabe des Formaldehyds variiert je nach Qualität der HDF-Platte stark.
Zur ökologischen Bewertung von Formaldehyd können Sie sich auf unserer Themenseite "Wohngifte vermeiden" informieren und vertiefende Links finden.

Fußbodenbeläge und Fußböden nehmen in der Wohnung eine sehr große Fläche ein. (ca. 1m² Bodenfläche auf 2m³ Luft)
Flüchtige Stoffe wie Weichmacher, Formaldehyd u. a. können wegen der großen Oberfläche des Fußbodens, die mit der Raumluft in Verbindung steht, besonders leicht entweichen.
Deswegen ist bei Fußbodenbelägen und Fußböden besondere Achtsamkeit gegenüber gesundheitsschädlichen Substanzen geboten.

Die Firma Cortex hat für viele Kork-Fertigparkette das Kork-Logo, ein Qualitätszertifikat, erworben, das Formaldehydkonzentrationen unter dem E1 Richtwert verlangt (<0,05ppm).
Oft kann bei dem Kork-Fertigparkett von CORTEX das Formaldehyd in der Prüfkammer (Prüfkammer DIN ISO 16000-9, DIN EN 717-1) nicht nachgewiesen werden (n. n.).

Download: Kork-Logo von Cortex (181,7kB)

Massive Korkplatten sind von der Firma CORTEX erhältlich.

Korkboden: Rohmaterial Korkeiche

Kork Korkrinde Kork Korkeiche

Die Elastizität des Korkbodens und die guten Wärmeeigenschaften des Korkbodens werden durch Lufteinschlüsse innerhalb des Korks verursacht.
Die Herstellung des Korkparketts begünstigt diese poröse Struktur des Korks:
Kork wird aus der Rinde der Korkeiche hergestellt. Die Rinde der Korkeiche enthält von Natur aus kleine Luftbläschen. Im Herstellungsprozess wird diese Korkrinde zu Korkschrot geschreddert und Korkmehl vermahlen.
(Bilder: Korkgranulat & Korkmehl, Rohstoffe für Korkböden)

KorkgranulatKorkmehl

Das Korkgranulat wird mit 250°C bis 400°C heißem Wasserdampf behandelt. Durch diese hohen Temperaturen dehnen sich die Luftbläschen in der geschredderten Korkrinde aus. Nach dem Abkühlen bleiben die vergrößerten Luftkammern erhalten.

Man spricht dann von sog. Blähkork.

Das Blähkork Granulat wird im weiteren Produktionsprozess mit Bindemittel vermischt und zu Platten gepresst. Das Bindemittel kann ein Kunstkleber sein (Phenol- oder Polyurethanharz), oder bei Öko-Kork ein natürlicher Klebstoff (Kardolharz aus den Schalen der Cashewnuss).
Hierbei entstehen zwischen dem Granulat weitere Lufteinschlüsse, die dem Korkboden Elastizität verleihen und dafür sorgen, dass Wärme innerhalb des Korkbodens nur sehr schlecht wandern kann.

Weitere Verwendungsmöglichkeiten von Kork

Wärmedämmung mit Kork

Kork eignet sich wegen seiner geringen Wärmeleitfähigkeit auch hervorragend zur Wärmedämmung: Als Korkschüttung wird Kork in Hohlräume, z. B. im Dachstuhl, eingeblasen. Korkplatten können unkompliziert von innen auf schlecht gedämmte Rolladenkästen gelebt und problemlos tapeziert werden.

Trittschalldämmung mit Kork

Kork hat durch seine Elastizität und Lufteinschlüsse die idealen Voraussetzungen, um Belastungen beim Gehen abzufedern und so Trittschall zu vermeiden. Hinzu kommt bei Kork, dass er gesundheitlich unbenklich ist und keine Weichmacher abgibt.
Kork in Form von Rollkork ist deswegen unser bevorzugtes Material zur Trittschalldämmung unter schwimmend verlegtem Parkett.

Rollkork gibt es in verschiedenen Dicken, angefangen bei 2mm bis zu 6mm. Im Normalfall ist 2mm starker Kork zur Trittschalldämmung ausreichend. Sie sollten Kork von max. 4mm verwenden, da Kork elastisch ist und bei Trittbelastung etwas nachgibt. Die Parkettdielen bei schwimmend verlegtem Parkett bewegen sich bei zu dicker Korkunterlage an den Verbindungsstellen und es entstehen Fugen.

Firmen für Kork & Korkparkett