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Natürlich wohlfühlen und Wohngifte vermeiden durch Naturbaustoffe

Farben werden in ihrer Bedeutung für die Gebäude meist unterschätzt: Ihr Volumen- und Gewichtsanteil an dem Gesamtgebäude ist im Vergleich zu den Massivbaustoffen, Dämmstoffen, Konstruktionselementen, Holz etc. extrem klein und die Materialkosten sind im Vergleich zu den Preisen für den Rohbau, die Sanitäreinrichtungen oder die Böden vernachlässigbar. Deswegen wird ihre Bedeutung häufig ebenfalls für vernachlässigbar gehalten und finanzielle Erwägungen sind der Beweggrund, herkömmliche Farben zu verwenden. Das ist aber eine schwerwiedende Fehleinschätzung.

Die Wandfläche in der Wohnung ist riesig

Farben bedecken mit Ausnahme des Bodens die gesamte Wandfläche der Wohnung. Über diese riesige Oberfläche haben Farben (wie auch Dichtstoffe und Holzimprägnierungen) intensiven Kontakt zur Raumluft und darüber mittelbar zu den Bewohnern und Nutzern. Farben geben Lösungsmittel, Lösungshilfsmittel und reaktive Hilfsstoffe in gasförmiger Form an die Raumluft ab. Die Hilfsmittel sind meist toxikologisch kritischer als die Eigentlichen Lösungsmittel und können krebserregende oder fruchtschädigende Wirkung haben sowie bei hohen Konzentrationen das Nervensystem schädigen.

Atmungsaktive Wände für´s Wohlfühlklima

Alle Naturfarben sind diffusionsoffen. Es ist wichtig, dass die Wände nicht durch Kunstharzfarben versiegelt werden. Geschieht das, so kann die Wand nicht mehr als Klimaelement arbeiten. Eine Wand, die mit Naturfarben beschichtet wurde, kann über ihre gesamte Fläche Feuchtigkeit an die Luft abgeben und aufnehmen. So werden Feuchtigkeitsschwankungen effektiv ausgeglichen. Das ist für ein angenehmes Wohnklima sehr wichtig.
Sollten Sie Ihre Wohnung renovieren wollen und ist die Wand bereits mit Kunstharzfarben versiegelt, so kann die Wand als Klimaelement der Wohnnung zur zurückgewonnen werden, indem Sie die Kunstharzbeschichtung vollständig entfernen. Kunstharzfarben, die nur auf eine Tapete aufgetragen sind, können mit der Tapete leicht entfernt werden. Größer ist der Aufwand bei Farbe, die direkt auf den Putz aufgetragen wurden. Der Nutzen ist jedoch so groß, dass sich der Aufwand immer lohnt.

 

Parkett und Massivdielen fühlen sich immer angenehm und warm an.

Wegen ihrer gute Wärmeeigenschaften sind Holzböden sehr angenehm, um darauf zu liegen oder zu gehen:
Die Wärme wird durch das Parkett nicht vom Körper weggeleitet, sondern verbleibt in einem kleinen Bereich, so dass sich selbst ein kalter Boden nach kurzem warm anfühlt.

Massivdielen und Parkett sind atmungsaktiv und gut für´s Raumklima

ParkettmassivWohnzimmer

Die große Oberfläche des Bodens macht Ihr Parkett zu einem potentiellen Baustein, um das Raumklima zu regulieren, das Holz naturgemäß sehr sehr atmungsaktiv ist und deswegen viel Feuchtigkeit aus der Luft aufnehmen kann. Wird die Oberfläche des Parketts oder der Massivdielen mit Naturöl und Naturwachs behandelt, so ist der Holzboden sehr strapazierfähig und bleibt gleichzeitig offenporig. Ein solcher Boden ist ein wertvolles und wunderbar angenehmes Bauelement in Ihrer Wohnung.

Lackiertes Parkett verkaufen wir nicht, obwohl es oft relativ billig angeboten wird. 
Zum einen macht der Lack den wunderbaren Beitrag des Holzparketts zur Regulierung Ihres Raumklimas zunichte, zum anderen ist es fast unmöglich, das Parkett wieder aufzuarbeiten, wenn die Lackoberfläche zerkratzt und unansehnlich geworden ist. Dagegen ist es bei geöltem Parkett sehr leicht, die Oberfläche durch frisches Ölen wieder in neuem Glanz erstrahlen zu lassen.  

In vielen Fällen ist es nicht einmal notwendig, Ihr Parkett dazu abzuschleifen. 

Geöltes Holz behält seine Fähigkeit, mit der Luft in Feuchtigkeitsaustausch zu stehen

Das Anwendungsgebiet für Öle, Lasuren und Wachse sind alle Flächen, die atmungsaktiv bleiben sollen und nicht aus Gründen der Formstabilität vor Feuchtigkeitsschwankungen geschützt werden müssen.
Atmungsaktives Holz in der Wohnung, besonders große Flächen wie Wandvertäfelungen, Holzdecken oder Holzböden, regulieren das Raumklima sehr wirkungsvoll und sorgen zusammen mit atmungsaktiven Wänden für das ideale Wohlfühlklima.

 

Ein Holzboden aus Parkett oder Massivdielen genügt höchsten hygienischen Ansprüchen.

Wie schon erwähnt ist Holz ein schlechter Wärmeleiter. Das bedeutet, dass die Oberfläche Ihres Parketts selbst dann warm ist, wenn der Estrich unter dem Parkett viel kälter ist. Falls Sie keine Fußbodenheizung haben sollten oder diese im Sommer abschalten, wird dies immer der Fall sein. Da sich oberen Millimeter Ihres Parketts durch die Raumluft erwärmen, hat Luftfeuchtigkeit keine Chance, dort zu kondensieren - auch nicht in Ecken oder unter Möbelstücken. Dadurch trägt Parkett wirksam dazu bei, Bakterienwachstum zu verhindern.  

Im Unterschied zu Teppichböden kann ein Holzboden auch mit einem feuchten Tuch gereinigt werden und erfüllt damit höchste hygienische Ansprüche. Achten Sie aber darauf, dass beim reinigen kein freies Wasser auf den Boden gelangen darf, da dieses durch die Fugen unter den Boden sickern und den Boden zerstören würde. 

Teppiche und Teppichböden

Regulierung der Luftfeuchtigkeit

Durch ihr hygroskopisches Verhalten hat die Wolle die Möglichkeit, ganze zu 40 % ihres Eigengewichtes an Wasser aufzunehmen, ohne dabei feucht zu wirken. So kann sie Feuchtigkeit aus der Raumluft aufnehmen oder Feuchtigkeit abgeben wenn die Raumluft zu trocken ist.

Der Staub bleibt am Boden

Teppiche aus synthetischen Fasern neigen dazu, sich elektrostatisch aufzuladen. Dann haben der Teppich und feine Staubpartikel, die sich auf dem Teppich abgesetzt haben, die gleiche elektrische Ladung. Die Staubteilchen werden dann durch elektrische Kräfte vom Boden abgestoßen. Dadurch entsteht eine höhere Belastung der Raumluft und der Staub wird sich auf den Möbeln absetzen, wo er mühevoll abgewischt werden muss.
Bei Naturteppichen bleibt der Staub am Boden und verbindet sich dort zu größeren Flocken, die die Raumluft nicht mehr belasten können und problemlos mit dem Staubsauger aufgenommen werden können. 

Der Teppich selbst lässt sich hervorragend reinigen, da das Wollhaar durch eine natürliche Fettschicht umgeben wird, die Schmutzpartikel am Eindringen hindert. Schmutz bleibt auf der Wollhaaroberfläche und kann von dort abgenommen werden.
Verwenden Sie bitte spezielles Pflegemittel, das den Fettschutz der Wolle nicht zerstört.

 

 

Luftfeuchtigkeit und Wohlfühlklima

Die Temperatur und der Gehalt an Wasserdampf der Luft sind neben dem Gehalt an CO2 und Sauerstoff maßgeblich dafür verantwortlich, ob ein Mensch sich wohlfühlt oder nicht, ob Wärme als angenehm oder drückend empfunden wird und ob und wie stark Sie schwitzen.
Hohe Temperaturen bei niedriger Luftfeuchtigkeit werden nicht als Belastung empfunden, erst der Anstieg der Luftfeuchtigkeit macht Wärme zu schwüler Wärme. Dieses Phänomen ist aus der Sauna bekannt, wo der sog. Aufguss Wasserdampf in großen Mengen in die Luft bringt und die Körpertranspiration, die vorher unbemerkt verdunstet ist, erst ins Bewusstsein bringt.

Ein Rechenbeispiel zur Luftfeuchtigkeit im Raum

Im Durchschnitt beträgt der Gehalt an Wasserdampf in der Luft nur 1,3% des Volumens. Das ist wenig und bedeutet, dass relativ geringe Mengen an Wasser, die in einem geschlossenen Raum als Wasserdampf in die Luft abgegeben werden, die Luftfeuchtigkeit im Vergleich zum Normalwert bereits sehr stark erhöhen: 
Wenn der Wassergehalt von 1,3% des Volumens auf 2,0% ansteigt, ist das schon eine Änderung von 50% gegenüber dem Normalwert.

Untersuchungen zeigen, dass sich Menschen bei ca. 21°C und ca. 50% Luftfeuchtigkeit am wohlsten fühlen. Helpster: Gesundes Raumklima
Das entspricht ca. 9,3 Gramm Wasser pro Kubikmeter Luft. Online-Rechner Luftfeuchtigkeit

Als Grenzwert für das menschliche Empfinden, dass es schwül sei, gilt eine absolute Lufteuchtigkeit von 13,5 Gramm Wasser pro Kubikmeter Luft. Wikipedia: Schwüle

Im Vergleich zum Wohlfühlwert bei gleicher Temperatur sind das etwa 4,2 Gramm pro Kubikmeter Luft mehr.
Für einen Raum mit 20m² Grundfläche und 2,50m Deckenhöhe (50m³) sind das 50 x 4,2 = 210g Wasser, etwas so viel, wie in eine Tasse Tee hineinpasst, die den Unterschied zwischen Wohlfühl-Raumklima und einer drückenden Schwüle ausmachen.

Menschen geben durch das Atmen pro Stunde zwischen 5 bis 20 Gramm Wasser an die Luft ab. Zimmerpflanzen je nach Größe 5 bis 20 Gramm. Albrecht: Schimmelpilz durch Luftfeuchtigkeit

Die 210 Gramm Wasser Unterschied zwischen Wohlfühlklima und drückender Schwüle werden bei 30 Gramm Wasserdampf-Abgabe pro Stunde nach 7 Stunden erreicht.

Hier hilft regelmäßiges Lüften. Um den Anstieg langsamer ablaufen zu lassen können Baustoffe helfen, die Wasserdampf zwischenspeicher können, z. B. offenporige Mineralien wie Kalk und Lehm, Pflanzenfasern und Wolle oder Holz.

Seit Energiesparen ein wichtiges Thema geworden ist, werden Häuser immer besser gegen Wärmeverlust isoliert - und erwerben als ungewollten Nebeneffekt die Eigenschaft, dass Wasserdampf nicht mehr aus den Räumen ins Freie gelangen kann. Schrader-Fensterbau über Luftfeuchtigkeit. Wird dann auch noch sparsam gelüftet, ist ein Schimmelproblem vorprogrammiert und das Wohlfühlklima ist ohnehin verloren.

Für Büros ist ein schlechtes Raumklima mit zu hoher Luftfeuchtigkeit nicht nur für die Mitarbeitet unangenehm, sondern auch betriebswirtschaftlich schädlich: Unwohlsein, Unlust und Unkonzentriertheit sind die scheinbar unerklärbaren Probleme am Arbeitsplatz, gegen die es doch eine einfache Abhilfe gäbe: Naturbaustoffe.


 


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