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Headline MarkierungDämmung innen mit Holzfaserdämmplatten

Taupunkt bei Wärmedämmungen

Bevor Sie eine Maßnahme zur Wärmedämmung ergreifen, müssen Sie unbedingt wissen, was der Taupunkt ist und welche Maßnahmen zu ergreifen sind, damit bei der Wärmedämmung keine Probleme in Verbindung mit dem Taupunkt auftreten.

Am besten wenden Sie sich an einen Fachbetrieb in Ihrer Nähe, bevor Sie mit der Wärmedämmung tatsächlich beginnen. Lassen Sie sich beraten!

  • Lesen Sie hier weiter: Taupunkt und Wärmedämmung
  • Informieren Sie sich bei einem Fachbetrieb, bevor Sie mit der Dämmung Ihrer Wände beginnen!

Wärmedämmung von Innen mit Holzfaserdämmplatten

Holzfaserdämmplatten bestehen aus Holzfasern (Zellulose), die mit einer Beimengung von Klebstoffen und Kunstharzen sowie Substanzen zum Brandschutz zu stabilen und leicht zu verarbeitenden Dämmplatten gepresst werden.

Der Herstellungsprozess hat Ähnlichkeiten mit der Papierindustrie.

Gutex Thermoroom Holzfaserdämmplatte mit Klebespachtel

Die Vorteile der Wärmedämmung mit Holzfaser-Dämmplatten:

  • Die Dämmplatte ist durch die Holzfasern diffusionsoffen.
    Dadurch findet ein Austausch von Feuchtigkeit zwischen Zimmer, Wärmedämmung und Hauswand statt, sofern keine Dampfbremse vor der Dämmplatte angebracht werden muss.
  • Die Holzfaserstruktur ist kapillaraktiv.
    D. h. flüssige Feuchtigkeit kann entlang der Holzfasern durch die Dämmplatte transportiert werden.
    Wenn an der Grenzschicht zwischen alter Wand und Wärme-Innendämmung Kondensationswasser entsteht, wird das Wasser wegen der Kapillarkräfte der Holzfasern durch die Wärmedämmplatte in Richtung Zimmer transportiert, wo es verdunsten kann.
  • Die Dampfbremse (Spezialfolie) verhindert nur, dass Wasser als Wasserdampf vom Zimmer in die Wand eindringen kann.
    Die andere Richtung, aus der Wärmedämmung in den Raum, ist bei diesen Spezialfolien immer möglich, so dass die Wärmedämmung trocknen kann.

Wärmedämmung von innen mit Gutex

Im Folgenden stellen wir Ihnen vor, wie Sie mit dem Gutex Wärme-Dämm-Verbund-System (WDVS) einen Raum von innen dämmen können.
Die vorgestellte Variante funktioniert ohne eine Dampfbremse, da die Dämmplatten relativ dünn sind. Welche Plattenstärke für Ihr Haus geeignet ist, erfahren Sie zum Beispiel direkt bei Gutex.

Sie erhalten nur Gewährleistung für die Produkte vom Hersteller, wenn Sie alle Produkte aus dem WDVS verwenden.

Alle Angaben dienen nur Ihrer ersten Orientierung und ersetzen keine Beratung durch einen Fachbetrieb.
Jegliche Gewährleistung für die beschriebenen Aufbauten oder Haftung sind ausgeschlossen!

Die Gutex Innenwanddämmung mit der Thermoroom-Dämmplatte

Das brauchen Sie für die Wärmedämmung

Im Fall der Wärmedämmung eines normalen Zimmers von innen wählen Sie die Gutex Thermoroom Dämmplatte.

Sie benötigen die folgenden Komponenten aus dem WDVS:

  • Die Gutex Thermoroom-Dämmplatten (Außenwand und Fensterlaibung)
  • Gutex Flankendämmkeil (Anstoßende Wände)
  • Gutex Grundierung (Vor dem Verkleben der Dämmplatten, evtl. bevor abschließend der Deckputz aufgebracht werden kann)
  • Gutex Klebe- und Spachtelputz (Zum Verkleben und als Haftbrücke beim Verspachteln)
  • Gutex Universal-Armierungsgewebe (Gegen Risse beim Verspachteln)
  • Gutex Feinspachtel oder Deckputz (Abschließendes Verputzen)

Die Dicke der Dämmplatte wählen

Die Gutex Thermoroom-Wärmedämmplatte gibt es in fünf verschiedenen Dicken:
20 mm, 40 mm, 60 mm, 80 mm und 100 mm

Welche Dicke der Platte Sie benötigen, hängt von der Dicke und Beschaffenheit der Hauswand ab.

Bei dünnen Hauswänden kann man nur eine dünne Dämmung aufkleben, da der Taupunkt sonst im Dämmmaterial liegt.
(Die Dämmplatte muss so dünn sein, dass sie an der Rückseite noch wärmer ist, als der Taupunkt.)

Meistens gibt es bei einer Dämmstärke von 60 mm keine Probleme mit dem Taupunkt.

Möchte man eine dickere Dämmplatte verwenden, muss eine Dämpfbremse eingebaut werden. 

Wärmedämmung der Innenwände mit Wärmedämmplatten: So geht's

Wichtig:
Auch wenn sich die folgende To-Do-Anleitung einfach anhört - Beachten Sie unbedingt die Hinweise zur Flankendämmung und zur Dämmung der Fensterlaibung (unten), um Schimmelbildung auszuschließen!

Werkzeug für die Innendämmung

Sie benötigen:

  • eine Zahnspachtel in der Stärke, wie sie im technischen Merkblatt des Klebers angegeben ist
  • Eine glatte Spachtel ohne Zähne für das Verputzen
  • Eimer und Wasser sowie ein Rührwerk
    (Das Rührwerk können Sie im Maschinenverleih ausleihen. Eine Bohrmaschine mit Farbquirl ist für den Kleber und den Putz nicht stark genug.)
  • eine Holz-Handsäge mit grobem Blatt oder eine Stichsäge, um die Dämmplatten zuzuschneiden

Da die Holzfaser-Dämmplatten ziemlich weich sind, lassen sie sich mit einer Holzhandsäge problemlos sägen. Mit einer Stichsäge ist es aber einfacher, exakte gerade Schnitte auszuführen.
Das Sägemesser muss natürlich lang genug sein, um durch die Platte schneiden zu können.

Vorbereitung:

Entfernen Sie alte Tapten und lockeren Putz.

Waschen Sie Wand ab, um Tapetenreste und Kleister zu entfernen und lassen Sie Wand über Nacht trocknen.

Grundieren Sie die Wand mit Gutex-Grundierung, so dass die Saugfähigkeit der Wand verringert wird und lassen Sie die Wand wieder trocknen.
Saugende Untergründe nehmen zu viel Wasser aus dem Klebespachtel auf, so dass dieser nicht mehr vollständig abbinden kann und die Wärmedämmplatten abfallen!

Verklebung der Innendämmplatte auf der Wand

Gutex Thermoroom mit Klebeputz

Die Gutex Thermoroom wird von innen auf die vorgrundierte Wand geklebt.

  1. Tragen Sie den Klebe- und Spachtelputz mit einer Zahnspachtel auf die Unterseite der Thermoroom-Dämmplatte auf.
    (Der Kleber wird nicht auf die Wand aufgetragen!)

  2. Die Dämmplatten kleben Sie nun so auf die Wand, dass die Kanten mind. 20cm versetzt sind.
    Um die Fugen zu versetzen, kürzen Sie die erste Platte immer entsprechend ein.

  3. Arbeiten Sie sich von unten nach oben voran.

  4. Die obere Reihe der Dämmplatten schneiden Sie maßgenau zu, so dass diese exakt an die Decke anstoßen.
    An der Decke nicht zu kurz schneiden
    . die Dämmplatte muss passen, sonst entsteht eine Wärmebrücke.

Die Thermoroom-Dämmplatten sind nun alle auf der Wand befestigt.

Flankendämmung nicht vergessen!

Wärmebild: Flankendämmung bei der Wärmedämmung einer Wand von innen

Fassen Sie mit der Hand an eine Wand, die an die Außenwand anstößt.
Fahren Sie mit der Hand von der Mitte der Wand langsam in Richtung der Außenwand. Wenn Sie in die Nähe der Außenwand kommen, werden Sie bemerken, dass die Wand dort kälter ist, als in der Mitte des Zimmers.

Diesen Effekt nennt man eine Wärmebrücke, die durch die Flankendämmung abgedämmt werden soll.
Ein Flankendämmkeil ist 1,25 m breit und 30 cm lang und fällt nach innen langsam ab, so dass er später kaum auffällt.

Gutex Flankendämmung zur Vermeidung von Kältebrücken

Kleben Sie einen Flankendämmkeil auf alle Zimmerwände, die an die Außenwand anstoßen. Diese sind:

  • die Zimmerwand rechts der Außenwand,
  • die Zimmerwand links der Außenwand
  • und die Decke!
  • Eventuell muss der Fußboden mitgedämmt werden, wenn nicht bereits eine gute Dämmung durch einen Holzboden o. ä. besteht.

Wenn die bestehende Außenwand bereits relativ gut gegen Wärmeverlust dämmt, kann es ausreichen, eine dickere Variante der Gutex-Thermoroom zu verarbeiten und den Dämmkeil wegzulassen.
Dann deckt die Thermoroom-Dämmplatte wegen Ihrer Dicke so viel Fläche an der Innenwand ab, dass die problematische kalte Ecke überdeckt wird.

Das Problem dieser Variante besteht darin, dass Sie dickere Dämmplatten als eigentlich nötig verarbeiten müssen, wodurch Kosten entstehen.
Außerdem kann der Taupunkt bei zu dick gewählten Dämmplatten in der Dämmplatte liegen, was nie passieren darf.

Planen Sie Ihre Wärmedämmung der Innenwand deshalb besser mit Flankendämmkeil.

3) Die Innendämmung der Fensterlaibung

Gutex Dämmung der Fensterlaibung, Wärmedämmung am Fenster

Bei der Fensterlaibung geht es darum, die Maueröffnung, in die die Fenster eingesetzt sind, von innen zu dämmen.

Die Dämmplatten müssen am Fenster mit einem wind- und luftdichten Fugendämmband abgeklebt werden!

  • Verwenden Sie für die Innendämmung der Fensterlaibung mind. die 20 mm dicke Thermoroom-Dämmplatte (oder dicker), die Sie direkt auf den Fensterrahmen stoßen lassen. (Das Fenster muss sich noch öffnen lassen.)
  • Vom noch sichtbaren Fensterrahmen auf die darauf anstoßende Dämmplatte wird ein winddichtes Fugendämmband, ein sog. Kompri-Band, geklebt.
    Das Fugendämmband verhindert, dass durch den Luftzug am Fenster wasserhaltige Luft hinter die Dämmplatten gelangt und Wasser an der kalten Mauer auskondensiert.

Die korrekte Dämmung der Fensterlaibung ist sehr wichtig, da an den Fenstern leicht Kältebrücken entstehen, die zu Bauschäden führen können. 

Verputzen der Wärmedämmplatten

Ihre Wände sind nach den vorhergehenden Schritten bereits vollständig gedämmt.

Nun müssen die Dämmplatten noch verputzt werden.

Einspachteln von Armierungsgewebe

Auf der Wärmedämmplatte kann Putz nicht haften. Deswegen benötigen Sie eine Haftbrücke, die durch den Klebe- und Spachtelputz hergestellt wird.

Damit sich keine Risse bilden, muss ein Armierungsgewebe eingespachtelt werden.

Flankendämmkeil mit Armierungsgewebe, Grundputz und Feinputz

  • Rühren Sie den Klebe- und Spachtelputz an und tragen Sie diesen mit der Zahnspachtel auf die Oberseite der Dämmplatten auf.
    (Sie verwenden denselben Klebe- und Spachtelputz, den Sie schon benutzt haben, um die Dämmplatten auf die Innenwand zu kleben.)
  • Drücken Sie nun das Armierungsgewebe so in den Klebespachtel ein, dass sich die Bahnen ca. 10 cm überlappen.
    Die einzelnen Bahnen kleben Sie immer von oben nach unten.
  • Mit einer glatten Kelle verspachteln Sie nun das Armierungsgewebe dünn: das Armierungsgewebe liegt im oberen Drittel des Grundputzes!
    (Sie ziehen nur den Klebespachtel, den Sie auf die Wärmedämmplatte aufgetragen haben, glatt und geben keinen zusätzlichen Spachtel hinzu.)

Lassen Sie den Klebespachtel, in den das Armierungsgewebe eingearbeitet ist, nun über Nacht trocknen.

Verputzen der Dämmplatten mit diffusionsoffenem Deckputz

Die Wand können Sie nun wie eine normale Wand verputzen. Dafür verwenden Sie einen Deckputz / Feinputz oder Edelputz. 

Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, die Wand zu verputzen.
Eine gute Möglichkeit für Außenwände ist es immer, Kalkputz zu verwenden, da dieser sehr alkalisch ist und Schimmel auf Kalkputz nicht wachsen kann.

Auf jeden Fall sollten Sie an einer Außenwand darauf achten, diffusionsoffene Materialien zu verwenden.
Tapete und Dispersionsfarbe sind auch an einer gedämmten Außenwand nicht zu empfehlen, da eine Außenwand immer etwas kälter ist, als die Innenwände.

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Gewährleistungsausschluss:
Wir übernehmen keine Haftung für Schäden, die durch unangemessene Anwendung entstehen.
Setzen Sie sich vor Ihrer Baumaßnahme bitte mit uns in Verbindung: Sollte das Ergebnis nicht Ihren Erwartungen entsprechen, schließen wir jede Haftung dafür ausdrücklich aus!