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Holzboden Reinigung, Holzboden Nachölen

Absaugen und nebelfeucht wischen

Zur einfachen Reinigung Ihres Parketts genügt es, das Parkett mit einer nichtkratzenden Bürste abzusaugen. Achten Sie darauf, dass die Bürste auf der Unterseite keine scharfen Kanten hat, wie zum Beispiel überstehende Metallränder oder gebrochene Plastikteile.

Sie können Ihr geöltes Parkett mit Wasser "nebelfeucht" wischen, jedoch müssen folgende Punkte beachtet werden:

  1. Gießen Sie niemals Wasser auf den Holzboden: Wasser läuft zwischen die Fugen des Parketts und gelangt so unter den Holzboden. Dort kann es nicht verdunsten. Dieses Wasser wird vom Holz aufgesaugt, das Holz quillt auf und der Boden löst sich wegen der Spannungen vom Untergrund.
    Wegen sehr kleinen Mengen, wie einem umgestoßenen Wasserglas, das sofort aufgewischt wird, brauchen Sie sich allerdings keine Sorgen zu machen.
  2. Wischen Sie den Boden "nebelfeucht", d. h. der Wischlappen muss im Eimer ausgewrungen werden, so dass kein Wasser heruntertropft.
  3. Fügen Sie dem Wischwasser für Ihren Holzboden niemals normale Reinigungsmittel oder Spülmittel hinzu: Dieses würde das Öl vom Holz entfernen!
  4. Fügen Sie dem Wischwasser Holzpflegemittel hinzu, die einen dünnen Ölfilm auf dem Holz ausbilden. Ein gutes Pflegemittel als Zusatz für das Wischwasser ist das Kreidezeit Karnaubawachsöl: Sie benötigen nur eine Verschlusskappe des Carnaubawachsöls für einen Eimer Wasser, der Liter kostet nur ca. 10 Euro.
  5. Verwenden Sie keinen Mikrofaserlappen! Die Mikrofasern sind sehr hart und zerkratzen den Boden. Sie sollten einen weichen Baumwolllappen verwenden oder einen Aufsatz aus Baumwolle für Ihren Wischmob kaufen.

Auch staubsaugen ist eine gute Reinigung für geölte Holzböden

Vorab ist es wichtig zu wissen, dass Sie einen Holzboden nicht immer wischen müssen: 
Sie können einen geölten Holzboden auch absaugen und erzielen dadurch einen guten Reinigungseffekt.
Verwenden Sie, um Ihren Holzboden abzusaugen, eine Teppichdüse, die keine Kratzer hinterlassen kann. Achten Sie darauf, dass die kleinen Rädchen an der Unterseite der Düse ein weiches Material haben und sich leichtgängig drehen können.

Holzböden niemals feucht wischen

Ein geölter Holzboden ist widerstandsfähig.
Wenn Sie Ihren Holzboden aber öfters ohne die richtigen Pflegesubstanzen wischen, wird die schützende Ölschicht durch das Wasser und evtl. ungeeignete Reinigungszusätze entfernt.
Der Boden sieht dann zuerst matt aus, später beginnt sich Schmutz in die offenen Holzporen einzulagern.

Nur nebelfeucht wischen!!

Wir schreiben hier zwei Ausrufezeichen, weil dieser Punkt wirklich wichtig ist: 

Nebelfeucht bedeutet, dass Ihr Holzboden beim Wischen etwa die Feuchtigkeit aufweist, die Ihre Jacke auch hat, wenn Sie in den Bergen wandern und in eine Wolke geraten: Es bilden sich kleine Tröpfchen, aber kein Flüssigkeitsfilm.

Nebelfeucht wischen Sie dann, wenn Sie den Wischlappen über dem Eimer gut auswringen, so dass er nicht mehr tropft.

Wenn Sie den Holzboden nass wischen, sickert das Wasser durch die Fugen des Bodens unter den Boden, von wo aus sich das Holz mit dem Wasser vollsaugt. Nasses Holz dehnt sich aus, was mit der Zeit dazu führt, dass sich der Boden vom Untergrund ablöst und sich nach oben wölbt.

Machen Sie sich keine Sorgen, wenn einmal ein Glas Wasser oder Wein umfällt: Wischen Sie dieses einfach zügig auf. In der kurzen Zeit kann nur so wenig Wasser in den Boden eindringen, dass dieses problemlos wieder abtrocknen kann.

Heruntergefallenes Essensreste ohne Spülmittel aufwischen

Ein häufiger unbeabsichtigter Fehler besteht darin, heruntergefallene Lebensmittel und dergleichen mit dem Spülschwamm oder dem Küchentuch aufzuwischen, mit denen sonst das Geschirr gespült wirdt: In diesen ist Spülmittel enthalten, das die Ölschicht entfernet.
Verwenden Sie für solche Fälle besser ein Reinigungstuch, das Sie nur für den Boden benutzen.

Holzböden richtig reinigen und rechtzeitig nachölen

  • Ölen Sie Ihren Holzboden immer sofort nach, wenn er beginnt, matt und trocken auszusehen.
  • Verwenden Sie nur ökologische Holzboden-Reinigungsmittel, die für geölte Holzböden hergestellt werden und beachten Sie die Anwendungsanweisungen.
  • Sparen Sie sich Arbeit und saugen Sie den Holzboden, anstatt zu wischen: 
    Ein Holzboden kann genau so wie ein Teppichboden abgesaugt werden, da sich der Schmutz durch das Öl nicht fest mit dem Holz verbinden kann. 
  • Schützen Sie den Boden durch Filzgleiter, die Sie an den Stuhlbeinen und Tischbeinen befestigen. Ansonsten zerkratzt der Boden wenn die Stühle gerückt werden.
    Bei uns können Sie besonders haltbare Filzgleiter mit dicker Filzschicht erwerben, die in die Stuhlbeine geschraubt werden und sich nicht lockern können.
  • Lesen Sie auf dieser Seite ganz unten am besten noch einmal nach, wie Parkett richtig und pflegend gereinigt wird.

Tipp:
Mit unserer Poliermaschine können Sie bequem im Stehen Ihren Boden einölen.
Das ist nicht schwierig - das kann jede/r Heimwerker/in!

Intensivreinigung statt abschleifen

Gerade bei Parkett ist es wichtig, nicht mit Kanonen auf Spatzen zu schießen: Wer sein Parkett oder seinen Holzboden zu oft abschleift, verschwendet die Nutzschicht, die ohnehin meistens nur 3 bis 3,5 mm dick ist.

Ist der Holzboden nur deswegen unansehnlich, weil er zu lange nicht nachgeölt wurde und sich Schmutz in die Holzporen gesetzt hat, genügt es bei nicht zu starker Verschmutzung oft, den Boden mit einer Poliermaschine, Intensivreiniger und Reinigungspads zu reinigen. Dabei wird das alte Holzöl entfernt.

Der Boden kann dann wieder frisch eingeölt werden.
Der Vorteil besteht darin, dass kein Holz von der wertvollen Nutzschicht abgeschliffen werden muss.

Geöltes Parkett rechtzeitig nachölen

Wie oft wird geöltes Parkett nachgeölt?

Geöltes Parkett muss regelmäßig nachgeölt werden:

  • stark beanspruchte Bereiche wie ein Hauseingang oder der Boden vor der Terrassentüre zum Garten muss ca. 2mal im Jahr nachgeölt werden.
  • wenig beanspruchte Bereiche wie das Schlafzimmer werden etwa alle drei Jahre nachgeölt.

Ölen Sie Ihren Parkettboden unbedingt nach, bevor sich Laufspuren bilden!

Wie wird geöltes Parkett nachgeölt?

Reinigen Sie den geölten Holzboden, den Sie frisch nachölen möchten, vor dem Ölen nebelfeucht mit Wischwasser und verwenden Sie einen Reinigungszusatz ohne Pflegeöle.
Lassen Sie den Boden dann über Nacht trocknen und kontrollieren Sie vor dem Ölen, ob der Boden wirklich trocken ist.

Die einfachste Methode

Die einfachste Methode besteht darin, einen Bodenwischer und ein nicht zu dünnes, fusselfreies Baumwolltuch zu verwenden.

Befestigen Sie das Baumwolltuch gut mit Sicherheitsnadeln, so dass es sich nicht lösen kann. 
Das Baumwolltuch muss dick genug sein, so dass das Öl auch in die Maserung des Parkettbodens einmassiert werden kann und überstehendes Öl wieder aus der Maserung aufgesaugt wird. 

Geben Sie nun ein wenig Öl auf den Boden und bewegen Sie den Wischer etwa so, als ob Sie den Boden wischen würden.
Achten Sie darauf, dass der Boden nur dünn mit Öl benetzt wird und geben Sie erst dann zusätzliches Öl auf den Boden, wenn der Boden nicht mehr ausreichend geölt wird.

Für diese Methode sind nur dünnflüssige Öle geeignet, zum Beispiel das Bivos-Ölwachs von Livos.

Da die dünnflüssigen Öle weniger Harze enthalten und insgesamt dünner aufgetragen werden müssen, ist der Schutzeffekt geringer und der Boden muss öfter nachgeölt werden.

Die bessere Methode

Etwas aufwändiger ist es, eine Parkett-Poliermaschine zu verwenden.

Der Vorteil der Poliermaschine besteht darin, dass das Öl durch die oszillierende Bewegung (rechts - links - rechts - usw.) von allen Richtungen in die Holzmaserung einmassiert wird.

Sie können hier auch dickflüssiges Holzöl verwenden, das ein stärkere ind länger anhaltende Schutzwirkung hat, zum Beispiel Naturölsiegel (Livos), Fußbodenhartöl (Auro), PurSolid (Kreidezeit) u. v. a. 

Zusätzlich entfernen die speziellen mittelharten Unterlagspads, die für das Ölen verwendet werden, hartnäckigen Schmutz, der sich ansonsten nicht ablösen würde. 

Am besten tragen Sie das Öl mithilfe einer ölfesten Farbrolle (bei manchen Rollen lösen sich durch das Öl und die Lösungsmittel die Haare der Rolle ab!) und einer Farbschale, in die Sie das Öl aus der Dose gießen, dünn auf den Boden auf und verteilen es sofort gleichmäßig mit der Oszillationsmaschine. 

Es erleichtert die Arbeit maßgeblich, wenn Sie dabei zu zweit sind.

Alternativ könne Sie das Öl auch vorsichtig aus der Dose auf den Boden träufeln. Sie benötigen dann aber einige Erfahrung, damit Sie nicht zu viel Öl nehmen.

Gießen Sie das Öl aber niemals großzügig aus der Dose auf den Boden, auch wenn das in manchen Videos so vorgemacht wird:
Wenn Sie das Öl aus der Dose auf den Boden gießen, verteilen Sie viel zu viel Öl auf dem Boden, das dann nicht vollständig einziehen kann und einen unansehnlichen Oberflächenfilm bildet!

Wie ein unbehandelter Parkettboden mit Auro-Holzöl behandelt wird, können Sie hier sehen: Auro Anwendung Holzboden

Frisch geöltes Parkett 24 Stunden nicht betreten und 6 Wochen nicht wischen

Sie müssen beim Ölen des Parketts unbedingt darauf achten, dass Sie fertig geöltes Parkett nicht wieder betreten!
Die Fußabdrücke im feuchten Öl können auch durch nachölen nicht vollständig entfernt werden!

  • Ölen Sie vom Fenster zur Türe.
  • Stellen Sie vor dem Beginn der Arbeit sicher, dass die Fenster geschlossen, die Heizungen (mittlere Raumtemperatur im Winter!) auf der korrekten Position eingestellt sind und keine wichtigen Gegenstände im Zimmer liegen (Handy, Schlüssel, etc. auf der Fensterbank?), so dass Sie den Raum nicht wieder betreten müssen.
  • Lassen Sie das fertig geölte Parkett mindestens über Nacht, besser 24 Stunden, trocknen. Trockenes Öl fühlt sich auch trocken an und klebet nicht, wenn Sie es mit der Hand probehalber berühren.

Denken Sie daran, dass Sie den geölten Parkettboden in den ersten sechs Wochen nicht wischen, da das Öl erst nach 6 Wochen seine endgültige Härte erreicht.